Mexico II

 

 

San Juan Bautista Valle Nacional, am 11.02.2026

 

Ich muss mich kurz fassen nach meinem ERSTEN TAG ENDLICH AUF MEINER  BETA-

 

Unterwegs habe ich die BETA-Batterie komplett ausgenuckelt, dass sie an einer Tankstelle nicht mehr ansprang und nun, wo ich mein Glück des Losreisens beschreiben wollte, kriege ich keinen Saft mehr in mein runtergekommenes kleines Notebook rein. Kein Tag ohne Probleme! Mit meinem gebastelten Starhilfekabel bekam ich sie wieder zum Laufen, ahnte, warum ich die Batterie leergefahren habe (meine kleinen scharfen Zusatzlichter waren zu viel, zumal ich öfter angehalten und neu gestartet habe). Trotzdem fuhr ich in eine Werkstatt, um zu erfahren, ob nicht vielleicht doch der Regler oder Lichtmaschine defekt sind. Waren sie glücklicherweise nicht. Den Ratschlag, mir hier in der Ortschaft eine neue Batterie zu kaufen, schlug ich in den Wind. Morgen gibt´s dafür keinerlei Chance. Und ob die neue Ladebuchse vom PC sich wieder „kalt entlötet“ hat; kriege ich morgen raus, wenn ich ein anderes Kabel ausprobiert habe.

 

               Anfänglich noch Feldfrüchte,                                             Bananen                                        und weiter höher dann vor allem Zuckerrohr

                                                                                                        und Flüsse.

 

Als Einstieg war es eine schöne Fahrt heute, etwa 280 Kilometer durch grünes Land. Als ich mich einmal verfahren hatte, stellte sich das als Gewinn heraus: auf einer kleinen Straße gings durch Plantagen, Felder und Dörfer. Die Tour hat mich vor allem wieder vertraut mit meiner Beta gemacht und kommt mir jetzt gar nicht mehr SO schwer vor. Wir sind wieder EINS. Das ist hier ein hübscherer und ruhiger kleiner Ort, bevor es morgen durch Kurven und Urwälder über die ersten Berge nach OAXACA geht. Das wird ein Spaß! Es soll kalt sein da oben. Unterhosen und warme Sachen liegen schon bereit.

 

  

 

Oaxaca, am 13.02.2026

 

 Die Berge waren ja schon zu sehen vom letzten Ort mit Übernachtungsmöglichkeit. Die ersten 40 der 120 km bis nach Oaxaca bestanden nur aus Kurven und da der starke Verkehr des Vorstages hier fast völlig verschwunden war, teilte ich mir die Straße und den dichten sattgrünen Urwald mit einigen wenigen Autos. Auch die vielen Schlaglöcher.

 

 

Nach vielem Auf und Ab, an den Abhängen entlang oder auf Bergsättel entlang war ich dann irgendwann "über den Berg" und es ging meistens bergab. Wie so oft, änderte sich die Vegetation. Der Wald wurde lichter und trockener und der Wald bestand vor allem aus hohen und gerade gewachsenen Kiefern, wie wir sie aus unseren Nutzwäldern kennen. Ich nehme an, die Methode, die gefällten Stämme mit einer kuriosen Seilwinde, den Hang hinauf auf die Straße zu ziehen, funktioniert sicherlich auch nur in Straßennähe. Warum das gute Holz in so kurze Kloben gesägt wurde, weiß der Kuckuck! 

 

 

 

 

Als ich nach fünf Stunden hier ankam, überraschte mich der dichte, meistens stehende Verkehr. Aha, Rushhour zum Feierabend. Dachte ich – die engen Straßen durch die Stadt sind den ganzen Tag über hoffnungslos verstopft. Vollgestopft war auch ein Laden für Motorradzubehör. Anhalten und schnell überlegen, was ich mir eigentlich mal besorgen wollte. Ich kam drauf. Dioden-Leuchtstreifen auf meine Handprotektoren nach vorne, um wirklich gesehen zu werden. Die knallen aber Licht raus!  Und auch noch in Lila! Um die Ecke war auch gleich ein Meister, der klemmte sie mir, da ich keinen freien Schalter habe, auf mein Standlicht. Also: immer AN.

 

Beim Einchecken gab es ein Problem. Vor Ankunft hatte ich bei AGODA ein Schnäppchen gefunden und gebucht. Auf ihrem Computer war ich aber nicht. Ich dachte, na?, liegt´s am Schnäppchen (hatte ich schon mal). Ich fand tatsächlich eine Hotline (spanisch mit ein paar Worten Englisch). Aber die kleine runde Mexikanerin, die kaum über den Tresen gucken konnte, übernahm mein Telefon und nach einer Viertelstunde, tauchte mein Name auf. Parkplatz gratis dazu in dem Hotel nur mit „Mittelkabinen“ ohne Licht. Also grelles Sparlampenlicht schon. Zwei kräftige freundliche Männer von der Straße halfen mir, die Karre über den Bordstein zu hieven, und um die kurze Ecke über die hohe Schwelle rein in mein Etablissement.  

So, am in die Koje, Bilder sortieren vom Karneval hier heute und Spanisch lernen. Muss noch nachholen. Gestern fiel aus wegen Müdigkeit.

 

Oaxaca, der 14.02.2026

  

Heute ist Valentinstag. Viele Leute trugen Blumen in den Armen – die Frauen und Mädels glücklich beschenkt und die Männer in froher Erwartung für ihre Liebe durch die Blume. Ich hatte heute in der Stadt auch einen sehr schönen Tag und war frohgelaunt u.a. im Museo de la Cultura de Oaxaca (spricht sich übrigens: „Oachaka“).

 

Um 20:00 Uhr saß ich am Rechner, um vom Carneval zu berichten. Nun ist es 22:30 und ich kann gerade erst anfangen, mache aber nicht mehr lange. Ich habe jeden Tag neue und alte Probleme zu lösen und das kotzt mich zunehmend an! Natürlich wieder mein ausgeleierter 10 Jahre alter Reise-Rechner. Nachdem ich seit Tagen nur noch mit Mühe Saft auf die Kiste bekam, fand ich heute einen Laden mit Reparatur. An der Buchse musste zum Glück nicht wieder rumgelötet werden. Die (zu) winzigen Kontakte wurden „gerichtet“. Als ich per Kabel Bilder übertragen wollten, konnte mein Handy sich nicht verbinden. Jetzt kurz vor Mitternacht hab´ ich die Ursache gefunden. Treiber zerschossen bei der Reparatur. Das Ding hat so viele Macken, mit denen nur Ich umgehen kann. So wie mit meinem SR1-Moped damals, das ich 1962 von meiner Mutter übernahm und kurz darauf kam sie wegen meiner Basteleien nicht mehr klar damit. 

 

Schluss für heute. Ich weiß damit nerve ich die möglichen Leser. Aber wenn ich´s nicht rauslasse, ersticke ich an dieser ewigen Scheiß. Muss noch eine Spanisch-Lektion vor dem Einschlafen absolvieren.

 

Der letzte Abend in Oaxaca

 

Vom Karneval vorgestern wolle ich noch berichten. Was mir so alles passiert! Ich bin erstmal in der falschen Veranstaltung gelandet. Ein kleiner Umzug marschierte zwischen den Zuschauern die Straße hoch, machte vor einer der unzähligen Kirchen der Altstadt ein Gruppenfoto mit ´ner Menge Leute und marschierte dann in ein großes Haus rein, die Treppen hoch auf die Dachterrasse, wo es einen leckeren Cocktail gab. Das kam mir dann langsam Spanisch vor. Aber wer lässt schon so einen Drink stehen und verdrückt sich fix? Erst sprach mich ein junger Amerikaner und später eine Amerikanerin an ähnlich so „wie zu wem ich denn gehöre, zu Sindy oder …“ (Namen hab ich vergessen). Ich erklärte meine ein wenig missliche Lage, was lustig aufgenommen wurde und wir unterhielten uns jeweils eine Weile. Es stellte sich heraus, Sindy aus Holland hat gerade ihren … aus Kalifornien hier in Oaxaca geheiratet. Sie haben sich einen privaten Karnevalumzug organisiert und setzten nun an, mit Ausblick über die Altstadt in dem noblen Etablissement, das Ereignis mit Familien und Freunden aus USA und Europa zu feiern. Ich trank in Ruhe aus und verdrückte mich. Irgendwie passte ich mit meinen Klamotten auch nicht richtig dazu.

 

Hätte ich noch einen Drink genommen, hätte ich den richtigen Umzug verpasst. Der startete in der gleichen Straße aber abwärts zu einem Platz neben einer Kirche. Jede Gruppe mit eigener Kapelle und Kostümen. Vor der Kirche angekommen wurde abgetanzt zur gleichzeitigen aber natürlich unterschiedlicher Musik der 20 Kapellen. Es war sehr schön. 

 

 

Die so blank gewienerten Schuhe haben mich schon vor 60 Jahren in Mexiko begeistert

 

        Gestern war ich im sehr schönen Museo de la Cultura de Oaxaca in einem ehemaligen riesigen Dominikaner-Kloster (Baubeginn 1575)

 

  Heute auf dem Berg Monte Alban oberhalb der Stadt mit einer riesigen Tempelanlage (etwa 500 n.Chr.). Entdeckt und ausgegraben ab 1932

              Die Erklärungen auf Englisch waren leider sehr mager, also habe ich nichts über die alten Kulturen und die Kultstätte erfahren.

 

 

Mein Rechner lädt schon wieder nicht mehr zuverlässig.

Aber morgen will ich wieder weiter. Es geht hoch in die Küsten-Kordilleren (zwischen 1500 und 2500 m) Richtung Pazifik. Mal sehen, ob ich da oben im Nebelwald eine Bleibe für die Nacht finde. Also wieder mit Unterhosen losfahren und warmes Zeug griffbereit packen. Regen wäre doof.

 

 

Puerto Escondido, am 19.02.2026 

 

Na, nun bin am blauen Pacific, nachdem ich wieder zwei sehr schöne Tage durch die Berge hatte. Übernachtet habe ich unterwegs in San Josè Pacifico wo ich eine urige Unterkunft auf 2.500 m fand. Nachts wurde es „bitterkalt“ (o.k., nicht ganz so, wie zu Hause ...). 

 

Auf der Fahrt bemerkte ich am Ende, dass die (bescheidene) Leistung des Motors nachließ. Dürfte ich eigentlich nicht rauslassen: Die Zündkerze war um einige Umdrehungen locker und total verrußt. Ich habe in Veracruz selber eine neue eingeschraubt und sie offensichtlich nicht fest angezogen. Toll, was? Und so einer fährt in der Fremde rum! Außerdem war am nächsten Morgen der (elektronische) Tacho dunkel. Hätte verschiedene Ursachen haben können. Die zusätzlich zur Bordversorgung eingebaute Knopfzelle war  leer. Konnte ich heute hier erledigen.

 

 

An der Küste hatte ich mir MAZUNTE ausgesucht und eine rustikale Unterkunft direkt am Strand über einer Strandbar gefunden. Ruhig und abgeschieden, ein schöner Platz, um ein paar Tage zu bleiben. Wurde nix draus. Nach einem Tag musste ich erstmal abbrechen dort. Das elende Probleme-lösen-müssen hört einfach nicht auf. Mir ging´s nicht gut, wofür der Treppensturz in Veracruz die Ursache hätte sein können. 

 

War´s zum Glück nicht, weiß ich nun hier im 70 Kilometer entfernten ESCONDIDA. Außerdem Motorradbatterie ausmessen lassen (ok) und Vorderradbremse zerlegen lassen - hatte ungewöhnlich starken Abrieb. Außerdem fehlerhafte Handy-Batterie (Handy 1 Jahr alt) gegen eine gebrauchte wechseln lassen. Eine neue war nicht zu beschaffen. Waren zwei tolle Tage wieder mal. Morgen fahre ich zurück nach MAZUNTE und mache ein paar Tage URLAUB. Ob ich meine Buchte da wiederbekomme?


 

 

Mazunte, am Pazifik-Strand, 21.02.2026S

  

Ja, meine „Buchte“ habe ich wiederbekommen und hatte zwei sehr schöne Strandtage hier. Eigentlich einer zu wenig, wenn ich daran denke, morgen früh schon wieder abzulegen hier. Wer weiß? Wenn ich morgen früh wieder um 7:00 ausgeschlafen aufwache und so einen Sonnenaufgang und andere Frühaufsteher am Stand spazieren oder joggen sehe? Vielleicht vergesse ich ja mal einfach die „verlorene Zeit“ vom Anfang der Reise und gönne mir noch einen Tag Urlaub hier. 

 

                                                        Blick von meinem Balkon mit schlaftrunkenen Augen nach links ...

                                                                                           ... und rechts und wieder zurück

 

Mit meinem Spanisch-Lernen quäle ich mir ganz schön einen ab! Ich benutze DUOLINGO, ein wirklich nettes und sehr gut gemachtes Lernprogramm, abgesehen davon, dass ich mir solchen Vokabeln, wie „Tante, Enkel, Koffer oder Kleid …“ erstmal nicht viel anfangen kann. Aber das Büchlein, das ich mir noch schnell vor der Reise im Internet gekauft habe, LANGENSCHEID (1953) „Spanisch in 30 Tagen“ ist starker Tobak. Kann man sich ja mal reinzoomen zum Abschrecken. Aber etwas Spanisch aus der Seefahrt aufzufrischen und dazu zu lernen, war auch mit ein Reisegrund in die hispanische Welt. 

 

Marianne war ja mal mit einer privaten Kleingruppe in Mexiko unterwegs. Nun stellt sich heraus, dass sie auch ein paar Tage in der Nachbarbucht verbfacht haben! Das war meine Henkersmalzeit hier (oder auch nicht?) heute. Da habe ich mir mal ein ordentliches Gericht hier in der Strandbar gegönnt. 

 

 

Salina Cruz, der 22.02.2026

  

Gestern nach dem Schreiben bin ich noch mal raus, die Beine vertreten und um zu sehen, was die vielen „abgerissenen“ Typen, Surfer und reisenden Girlies nachts so treiben. Erstmal habe ich mich aber von einer sehr netten Familie in der Nähe meines Quartiers verabschiedet, bei denen ich jeden Abend ganz besondere Tacos genossen habe. ER (zu blöd mit meinem schlechten Namensgedächtnis!), bis vor zwei Wochen noch Professor für Ozeanografie, räuchert nämlich Tunfisch- und andere Fischfilets auf unsere (meine) Art und SIE macht leckere Tacos daraus. Tolle herzliche Menschen wieder einmal, denen ich begegnet bin.

 

 

                                                               Mit Sohn und Schwiegertochter

                                     

                                           Ja, es gibt sehr schöne Bars und Gaststätten mit Beach-Ambiente allerdings mit wenig Publikum

 

    Dafür war hier ordentlich Stimmung bei der ausgelassene Geburtstagsparty mit fröhlichen Leuten. Es lag so ein bestimmter „Duft“ in der Luft …

 

Auf der Brücke mit den vielen Gaststätten unten am Ufer kam mir Michael entgegen, hielt und wir hatten ein schönes Gespräch über unser Reisen. Michael war auf seiner betagten YAMAHA 650 cc von Deutschland „auf meinen Spuren“ nach Indien und dann weiter nach Australien gefahren/geflogen. Da ging´s ihm dann so wie mir öfter, dass er danach nicht aufhören wollte, sondern das Motorrad nach Südamerika verschiffte und nun vom Süden her auf dem Weg nach Alaska ist. 

 

Es gibt nur einen kleinen Unterschied zu mir: ER macht´s und ich träum(t)e immer nur davon, wenn es mir gut geht und mir wünsche, dass die Reise immer noch weiter gehen möge. Wie oft habe ich schon auf dem Bock sitzend mit konkreten Vorstellungen die Erde umrundet. Nun ist wohl zu spät für solche Pläne …


 

Ich verstand den schnell, und natürlich nur Spanisch sprechenden Burschen nicht, dass ich meinen Handy-Übersetzer bemühte. Den blassen Text mal aufzoomen und lesen! Da ja heute Sonntag ist, habe ich die komplett menschenleeren Straßen und die geschlossenen Geschäfte darauf geschoben. Auch die Pickups mit schwarzvermummten und schwer mit MPis oder auch mit montiertem Maschinengewehr bewaffneten (meist 5) Polizisten hinten drauf sind ja allgegenwärtig unterwegs hier in den Städten. Aber das scheint jetzt etwas Anderes, als nur Präsenz. Mal sehen, ob das Einfluss auf meine Weiterreise wieder zurück an die Golfseite auf die Yukatan-Halbinsel hat. Zirka 1.000 Kilometer. 

 

                                       Saline                                                                                     Salina Cruz                          Erklärung für die leere Stadt heute

Tuxtla Gutuarrez, der 25.02.2026

  

In Salina Cruz habe war nix los aber ich habe noch einen Tag mit der Weiterreise gewartet. Zum einen wegen der Situation mit den Unruhen und zu anderen wegen des ausgewachsenen Sturms, der den Müll auch am zweiten Tag durch die Straßen wirbelte und das Wellblech überall klappern ließ. Gestern war es immer noch stürmisch aber ich wollte nicht mehr rumsitzen. Fast hätte ich es bereut. Das Land ist dort flach bis zu den Bergen landeinwärts, von denen nur graublaue Silhouetten zu sehen waren. Der Wind kam platt von der Seite aus den Bergen und von hinten muss mein Fahrstil „lustig“ ausgesehen haben – auf geraden Straßen unvermittelt mal reche oder linke Schräglage einzunehmen, um mich gegen den Wind zu stemmen, um auf der Straße zu bleiben. Anhalten hätte ich im offenen Gelände nicht können, weil wir beide wohl umgeblasen worden wären. Ich hätte Stephan (Kreibohm) nach diesem eigenartigen Wind befragen sollen. Der weiß alles. Ich hab´ mir ´ne Wetterkarte angesehen. Der Wind entstand in den Bergen, wie in einem Trichter (Isobaren so eng, dass kaum was dazwischen passte), der sich zur Küste und weit aufs Meer hinaus auffächerte. Unterwegs Felder von mehr als tausend Windrädern. Also wohl eine Besonderheit hier.

 

Wie ich es auf der Karte gesehen hatte, Hörte der Spuk nach hundert Kilometern auf, als es in die Berge ging. Hinauf (1000m?) auf das riesige Hochtal „Valle Central de Chiapas“, ehemals Inka-Land, landwirtschaftlich genutzt und zurzeit trocken.

 

  Ich spiele/übe noch mit der kleinen wunderbaren Kamera, die mir Uta (Gau) geschenkt hat, nachdem ich meine in den Bergen Albaniens verlor.

 

Mit Einbruch der Dunkelheit kam ich hier in Tuxtla in meiner Unterkunft an, die eher einer runtergekommenen Knastzelle glich, zog heute Vormittag aus und tuckerte hinauf in die Berge über der Stadt zur Oberkante des berühmten „Canyon del Sumidero“, angeblich mit eintausend Meter hohen senkrechten Felswänden. (Ich muss jetzt endlich mal meine Höhenmessung in Navi

                                       

Noch die ratlose Phase,                                                 Tuxtla von oben

 

Unterwegs ein Pärchen am Straßenrand mit plattem Hinterrad, die da oben irgendwo wohnten. Mit meiner kleinen Luftpumpe ging nichts rein (Loch zu groß), wie weitere Vorschläge von mir, u.a. seine Frau nach Hause zu bringen, fanden beide (ängstlich!) nicht gut. Am Ende bauten wir das Rad mit meinem Werkzeug und seiner Kneifzange aus, ich fuhr mit ihm und Rad wieder runter in die Stand zum Vukanisieren und wieder rauf. Hinterrad rein und "Asta la vista".


 

 

Am nächsten Tag in Tuxtla

Ich hab den Canyon heute nochmal von unten, vom Wasser aus bestaunt. Die Felswände sind tatsächlich bis tausend Meter hoch, er ist 13 Kilometer lang und endet an einer Staumauer. Er entwässert das große Hochtal in östlicher Richtung und ist vor Millionen Jahren durch tektonische Ereignisse und durch Erosion entstanden. Sandstein. Also lag das Material mal unter Wasser.  Es gab Krokodile, schwarze Affen mit langem "Greifschwanz", Kormorane, Reiher auf dem Wasser und in den Lüften zwischen den Felswänden die elegant kreisenden Truthahngeier (Zopilote) zu sehen.

Heute am Abend war ich noch im Parque de la Marimba. Die Marimba ist das Nationalinstrument (mit der eigenen Musik dazu) der Provinz Chiapas. Sie ist dort kulturell extrem wichtig und fester Bestandteil von Festen, Stadtveranstaltungen und Alltagsleben zum Beispiel in diesem Park. Vier Mann an zwei Marimbas, Trompete, Saxophon, Gitarre, Trommeln und Schlagzeug in diesem Fall. Es kommt wunderschöne Musik dabei raus. Langsame und flotte Rhythmen, die natürlich mit Freude betanzt wird.

Ach so: wenn man die Videos sehen will, muss man vorher Cookies bestätigen. Wollte ich schon immer mal mitteilen

 

Morgen weiter in die historische San Christobal de las Casas


 

 

San Christobal de las Casas, 28.02.26

 

Es war wieder eine sehr schöne Tour von Tuxtla hier hinauf nach San Christobal auf 2.300 m. Ich habe mir Zeit gelassen für die nur 85 Kilometer Kurven. Unterwegs an einer schönen Aussicht hielten Jennifer und Real aus franz. Kanada auf einem riesen Motorroller bei mir an, weil sie sehen wollten, was das wohl für ein Verrückter auf einem Zickenbock mit fremdem Kennzeichen sei. Sie sind mit einem riesigen Mobile Home unterwegs mit dem Roller hinten auf einer „Hebebühne“.

 

 

 

 

 

Die Winter würden sie auf diese Weise in Mexiko und die Sommer, aber mit einer Harley, in den südlichen USA verbringen. Nicht schlecht! Auf die Frage „wer denn dann das Geld für das schöne Leben für sie verdienen würde?“: Real (73), ein hagerer Harley-Typ, braucht nicht mehr arbeiten und die sehr gut aussehende und angenehme Jennifer verdient mit Übersetzungen, die sie überall erledigen kann,  wohl das Reisegeld. Die Frage,ob sie nicht umsteigen wolle zu mir, verkniff ich mir …Ich muss mir endlich angewöhnen bei solchen Begegnungen, ein Erinnerungsfoto zu machen!

 


 

Ein Tag später

 

Gestern Abend bin ich nochmal raus, um meinen nicht vorhandenen Hunger zu stillen und kam an einer Gallery vorbei, wo drei Kumpels vom Künstler in guter Stimmung waren, schon ordentlich einen in der Krone hatten und mich sofort „in ihr Herz geschlossen“ haben. Ich, der kaum noch Alkohol trinkt, nahm ihnen ein paar Mascal und Bier ab, bekam vom Künstler noch einen Linolschnitt-Aufkleber für meine Beta mit und zog gut gelaunt weiter. Schöne und ist sehr farbenfrohe Bilder gibt es hier in den in den Galerien zu sehen.


 

Ach, ich habe ja noch gar nichts über die Stadt erzählt! Kurz ausgedrückt:

San Christobal de las Casas hat eine wunderschöne gut hergerichtete koloniale Altstadt. Das schöne ist, dass an den irgendwann sanierten Fassaden meistens schon wieder die Farbe blättert und die Stadt voll bewohnt bzw. für den Tourismus genutzte wird. So ruhig, unauffällig und zurück haltend habe ich noch keinen touristischen Brennpunkt erlebt. Es war schön in den zwei Tagen die Atmosphäre auf mich wirken zu lassen.

 

Ich muss mich noch berichtigen. Ich erzählte, als ich auf die Hochebene rauf kam, was von Inkas. Stimmt natürlich nicht. Hier haben die Azteken und davor die Mayas gelebt.

 

 

Unzählige, sehr schöne Gaststätten, Cafés und Geschäfte gibt es hier in den Häusern und den herrschaftlichen Patios

 

Und ich dachte immer, Bernstein gibt´s nur auf Hiddensee. Pustekuchen! Hier in der Chiapas. auch. In Sedimentgestein.

 

Heute früh hatte ich eine Einladung zum Morgenkaffee in das „Monster“-Wohnmobil. So manch einer hat so eine große und schön eingerichtete Wohnung nicht. In Kanada und USA hängen sie bei Bedarf neben der Harley auch noch einen Jeep dran. Auf meine Frage, „ob ein Boot hinter den Jeep auch noch ginge?“ Klar, aber erlaubt ist es dann wohl doch nicht. Das Gefährt haben sie schon seit 25 Jahren. Es war mit den beiden ein sehr schöner und interessanter Vormittag. Vielen Dank Jennifer und Real und weiterhin viel Freude in Mexiko.

 

 

An der Stelle noch eine „kleine“ Berichtigung: Also sie leben das schöne Leben doch nicht (nur), weil Jennifer so fleißig übersetzt, sondern weil Real seine Firma mit 30 Trucks an seine vier Kinder, die alle im Geschäft arbeiten, übertragen hat. Typische amerikanische LKW mit der langen „Schnauze“ insgesamt doppelt so lang, wie unsere.

 

 

Nun muss ich meine Klamotten zusammensuchen für die Weiterfahrt durch die Berge, und die „Tabletten für morgen rauslegen“. Mexikanische, die ich mir hier nun zusammenkaufen muss, weil der Zoll mir zwar all meine Ausrüstung gelassen hat, mir aber meine 6-Monate-Apotheke geklaut hat. Wegen der Gefahr von Drogen von D. nach M.! 

 

 

Palenque, der 04.03.2026

 

Obwohl es von San Christobal de las Casas nur 250 km sind durch die Berge bis hier sagte man mir schon voraus, dass ich wohl in Ocosingo übernachten müsse. Der Grund dafür sind nicht nur mein schlappes Alter oder die vielen Kurven, sondern die TOPES. Topes sind noch schlimmer, als der Schilder-Irrsinn an unseren Straßen. „Liebende Polizisten“ oder „Schikanen“ nenne ich sie und habe sie zuerst in Kroatien kennengelernt. Hier werden diese halbrunden Walzen (manchmal auch etwas abgeflacht) aus Beton gnadenlos auf die Straßen betoniert. Im Gegensatz zu Schildern, kann man die Topes nicht ignorieren, ohne Schaden zu nehmen. In manchen langgezogenen Ansiedlungen am Straßenrand bis zu zehn Stück, dass einem die Kupplungshand abzufaulen droht. Bei meiner miserablen Vorderradgabel fast immer runter bis in den ersten Gang und wieder anfahren.

 

Am ersten Tag ging´s rauf und runter zwischen 1.500 und 2.500 m und gestern durch mittelgebirgsartige Landschaften „besiedelten Urwaldes“. An einem wunderschönen Ausblich machte ich Rast und es kam ein Mann mit einem Sack Maiskolben den Hang herauf zur Straße. Wir teilten meine „Brotzeit“ und ich erfuhr, dass er dort unten einen Acker 100x100m hätte, was bekanntlich einem ha entspricht. Ob er sonst noch eine andere Arbeit hätte? Nein. Und fuhr davon mit seinem dreirädrigen TukTuk, wie es sie in Indien als Ersatz für die früheren Rikschas massenhaft gibt, nach Hause in das Strßendorf, das ich gerade passiert hatte. Hier fungieren sie meist als Taxis zu den Dörfern. Ein Jahr lang Essen/Trinken und natürlich notwendige Dinge kaufen von einem Hektar! Bei uns würden die Bauern mit Tausend Hektar wohl verhungern, bekämen sie keine Subventionen aus unseren Steuern.

                                                                                                                                                               Handwerker am Straßenrand. Ein Tischler ...

 

                                                                                                                             ... und ein "Sägewerker", der gerade Bretter mit ´ner STIHL schnitt.

 

 

Campeche, am 03.03.2026

 

So sah mein Tag heute aus. 400 Kilometer auf schnurgeraden Straßen durch flaches Land mit sehr wenig Verkehr. Trotzdem habe ich 7 Stunden gebraucht bis hierher. Das sind vor allem die Pausen, die ich brauche zum Trinken, Pinkeln und Lockerungsübungen machen. Ich muss meinen Halswirbeln zwischendurch immer mal was Gutes angedeihen lassen, dass sich meine Afrika-Reiseabbruch vom vergangenen Jahr nicht wiederholt. Na ja, und mit dem Pinkeln habe ich rausgefunden, dass es mir physisch gut geht, wenn ich mir über den Tag einen ordentlichen Überschuss reintrinke. Ordentlich heißt, ein Mehrfaches von dem, was in der Blase landet. Jetzt hier Flachland sind es 28 bis 30 Grad und über meine luftdurchlässige „Tropen“-Motorradjacke geht die meiste Flüssigkeit im Fahrtwind ab.

 

 

Gestern Abend kam ich nicht mehr dazu von meinem Besuch beim Maya-König Pakal den Großen bei Palenque zu berichten. Das will ich noch schnell nachholen. Er kam mit 16 auf den Thron und wurde 80 Jahre alt bei einem damaligen Durchschnittsalter von 40. Seine Frau wurde mit 45 ebenfalls in der Pyramide der Inschriften in einem Sarkophag beigesetzt. Der Forscher, der 1952 die Särge öffnete, starb später an den Folgen der Substanzen der grünen (oder blauen?) Einbalsamierung aus irgendeinem giftigen Sulfat. Es soll noch fast 1.500 Reste der Stadt und Tempel unter Urwald begraben sein. Unter diesem König war die Blütezeit dieses Maya-Reiches. Später gab es Probleme durch anhaltende Trockenheit und Überbevölkerung. Sie verließen ihr angestammtes Gebiet und zogen auf meinen heutigen Spuren nach Yukatan.

Das war jetzt etwas von dem was ich von meinem Führer, den ich mir spendierte, erfahren habe.

 

Für Freunde der Geschichte. Das weiß Google zu dem Thema. Ich mach´s mir mal einfach:

 

Palenque, im exikanischen Bundesstaat Chiapas gelegen, ist eine der bedeutendsten Ruinenstädte der Maya aus der Klassik-Zeit (Blütezeit ca. 600–800 n. Chr.), bekannt für ihre feine Architektur, kunstvolle Reliefs und den Tempel der Inschriften. Die UNESCO-Welterbestätte liegt inmitten des Regenwaldes und besticht durch den Palastkomplex sowie ein fortschrittliches Wassersystem.

 

Hauptmerkmale der Maya-Kultur in Palenque:

·         Architektur: Die Gebäude, darunter der "Palast" und die "Kreuzgruppe", sind für ihre architektonische Eleganz, Steildächer und Kämme bekannt.

·         Tempel der Inschriften: Diese 20 Meter hohe Stufenpyramide beherbergt das Grab des Herrschers Pakal der Große und ist mit umfangreichen Hieroglyphentexten bedeckt, die für die Entzifferung der Maya-Schrift entscheidend waren.

 

·         Stadtbild: Die Stadt (von den Maya Lakamh genannt) war ein Zentrum für Kunst, Wissenschaft und Religion. Sie verfügte über eine beeindruckende hydraulische Architektur, einschließlich Aquädukten und Kanälen zur Wasserversorgung.

                      Der Königspalast nach seiner Entdeckung...                       ... und heute. Die Turmspitze wurde nicht originalgetreu wieder hergestellt    

 

                           Tempel der Inschriften                             mit der königlichen Gruft                               und Indianer-Jones

 

Die schwarzen Affen mit en langen Schwänzen stimmten im Wald immer mal ein gemeinschaftliches Gebrüll an, um ihr Revier zu markieren

 

Und ich bin nun also wieder an den Golf von Mexiko zurückgekehrt. Ich weiß nach meinem Abendspaziergang nur soviel von Campeche zu berichten, dass die „postkoloniale“ (so würde ich´s ausdrücken) Altstadt voll durchsaniert, bunt angestrichen und damit alles andere als schön und besuchenswert ist. Die neuen Gaststätten unpersönlich und mein Abendmahl scheiß fader Touristenfraß war. Dadurch hat nicht mal das Corona Extra geschmeckt. Na gut – morgen geht´s weiter. Weiß noch nicht wohin nun.

 

Auf alle Fälle will ich die Touristenhochburgen meiden und in jedem Falle eine oder zwei Cenoten besuchen. Gestern hatte ich mich schon entschieden, direkt Richtung Grenze zu Belize noch an die kristallklare Lagune Bakalar zu fahren, die mir wegen des kristallklaren Wassers schon in Veracruz empfohlen wurde. Habe mich aber heute – da ich mich wohl fühlte auf der Beta -  für den längeren Weg und einen Cenote-Besuch entschieden. Mal sehen, ob ich eine oder zwei finde, in die man hinabsteigen und darin baden kann. Muss natürlich abends dann auch noch ein Quartier finden in der grünen Hölle. Mal sehen. 


Ach ja, auf den letzten 50 Kilometer drohten immer dunkle Wolken mit Regen neben mir. Richtig nass wurde ich dann aber nach dem Einchecken im Hotel und beim „absatteln“. Heute steht meine Beta zum ersten Mal unbeaufsichtigt auf der Straße, obwohl ich, am Ortsrand angekommen, mit „privatem Parkplatz“ gebucht hatte. „Ein Polizeiauto stünde immer nachts100 Meter davon entfernt“. Na, dann steht sie ja morgen früh noch da...

 

 

Vallodolid, der 07.03.2026

 

Obwohl ich nicht vorhatte, mich in Yukatan, dem berühmten mexikanischen Reiseziel an den Strand zu legen, habe ich den großen Bogen in den äußersten Südosten des Landes geschlagen. Weil immer von Yukatan die Rede ist, wollte ich wissen, wie´s hier so ist. Man müsste sich Mecklenburg-Vorpommern vorstellen, ebenso flach aber vor allem mit Buschland und zurzeit trockenem „Buschwald“ bewachsen. Die Entfernungen sind größer und werden auf schnurgeraden, sehr sehr wenig befahrenen Straßen geraden breiten Straßen überbrückt. Das Essen schmeckt ähnlich wenig gut in den Gaststätten und ist ähnlich teuer (Tourismus) und Strände gibt’s hier auch. Einen wichtigen Unterschied gibt es aber doch: hier ist es schön warm – und das übers ganze Jahr.

 

Spaß beiseite. Es gib natürlich jede Menge archäologischer kultureller und geschichtlicher Attraktionen. An denen bin ich vorbeigefahren bin, weil ich viele Kilometer zu absolvieren hatte und im Verlauf der Reise noch auf so manche Ruinen stoßen werde. Aber Cenoten wollte ich unbedingt mit eigenen Augen sehen.

 

Also, Cenoten sind „Wasserlöcher“ in Yukatan, die durch Einstürze von Kalksteinhöhlen über unterirdischen Flüssen entstanden sind. Den Maya galten sie als heilige Zugänge zur Unterwelt (und Wasserquellen) und den Touristen, wie mir, heute als magische Planschbecken. Das Wasser ist kristallklar und in besonders tiefen hat sich of Salzwasser darunter geschichtet. (ich habe wieder mal Google bemüht).

 

Heute bin ich extra früh los, weil man mich vor möglichem Massenansturm gewarnt hatte. Und das war auch gut so und so teilte ich mir die Cenote Oxman über zwei Stunden die Ruhe mit einer kleinen Familie und zwei Pärchen, die nur kurz blieben. Es war eine wunderbar ruhige Stimmung mit vielen Vogelstimmen, einem Marabu-ähnlichen Vogelpaar oben im Baum, und kreisenden schwarzen Greifvögeln hoch am Himmel über dem Loch in der Decke. Am Ende verabschiedete mich oben am Rand ein Leguan.

 

 

Ich fuhr noch 50 Kilometer die Umgebung ab auf der Suche nach weiteren dieser „Wasserlöchern“ in der Landschaft. In die nächste schaute ich nur von oben hinein -der Tag war schon fortgeschritten und es waren viele Leute da und außerdem war sie nicht so schön urig, wie „meine“. Vor zwei anderen, unbekannteren, waren verschlossene Tore, ebenso wie vor einer Höhle, die ich gerne besucht hätte.

 

Meine Hütte, meine Beta, mein letzter Tag an einem schönen Ort in Mexiko und mein letzter Tropfen guten Rums (Geschenk noch von Veracruz.

Laguna de Bacalar am 0903 2023

 

Nach der letzten „Geradeaustour“ durch das Buschland der Yukatan-Halbinsel wird das heute meine letzte Übernachtung in Mexiko. Aufgrund einer Empfehlung noch aus Veracruz bin ich hier am Achterwasser (ohne Meer-Verbindung) Laguna de Bacalar gelandet. Das Wasser ist wirklich wunderbar türkis, wenn die Sonne darüber scheint. Allerdings am Grund mit weißem Modder, aus dem stinkende Faulgase aufsteigen, wenn man drin rumläuft. Übrigens die Bahnstrecke, die ich überquert habe, ist nagelneu, umrundet die Halbinsel und verbindet die wichtigsten Städte. Noch fahren nur Personenzüge wohl vor allem mit Touristen.

 

 

Auch wenn der Anfang der Reise alles andere als erfreulich war, indem der Zoll mich übel behandelt hat und dazu der Scheiß-Zollprozess mich ein mehrfaches des Transportes gekostet hat, ich nacheinander einige gesundheitliche Probleme hatte die, wie im letzten Jahr in Afrika, zum Abbruch meines Unternehmens hätten führen können, bin ich froh durch einen kleinen Teil Mexikos gereist zu sein. Ich glaube, jetzt bin ich gut drin im Reisemodus und freue mich auf das, was bis Panama noch kommen mag. Durch das kleine englischsprachige Belize werde ich nur durchreisen und freue mich dann auf Guatemalas Landschaften und Menschen.

Meine Hütte, meine Beta, mein schöner Platz für den Abschied von Mexiko und mein letzter Tropfen guten Rums (Geschenk noch aus Veracruz).

Bei Goggle findet man das Folgende als kurzen Abriss der Geschiche Mexikos:

 

·         Präkolumbische Zeit (bis 1519): Hochkulturen wie Olmeken, Zapoteken und Maya prägten die Region. Die Azteken errichteten ein mächtiges Reich mit der Hauptstadt Tenochtitlán.

·         Eroberung & Kolonialzeit (1519–1821): Hernán Cortés eroberte das Aztekenreich, das 1521 fiel. Es entstand das Vizekönigreich Neuspanien. Europäische Krankheiten führten zu einem demografischen Kollaps der indigenen Bevölkerung.

·         Unabhängigkeit & Instabilität (1821–1910): Nach elf Jahren Krieg wurde Mexiko 1821 unabhängig. Das 19. Jahrhundert war geprägt von Konflikten, darunter der Mexikanisch-Amerikanische Krieg (1846–1848), in dem Mexiko weite Teile seines Territoriums (Texas, Kalifornien etc.) an die USA verlor.

·         Mexikanische Revolution (1910–1920): Ein bewaffneter Aufstand gegen die Diktatur von Porfirio Díaz, angeführt von Figuren wie Emiliano Zapata, forderte soziale Reformen.

 

·         Moderne (ab 1920): Konsolidierung des Staates, oft unter der Vorherrschaft der Partei PRI, wirtschaftliche Entwicklung, das Nordamerikanische Freihandelsabkommen (NAFTA) 1994 und der andauernde Kampf gegen Drogenkartelle.