Belize und Guatemala

 

 

Melchor de Mencos, am 12. März 2026

  

Ich weiß nicht, ob es Sinn macht, nach vier Stunden Grenze Belize/Guatemala, bei beginnender Dunkelheit, leerem Handy (wegen Ladeversagens durch Regen), SIM-Karte besorgen, funktionierenden Geldautomaten- und Unterkunftsuchens, und einer Stunde PC/Inernetproblemene, noch zu versuchen, was sinnvolles zu Papier bringen zu wollen. Dieser Teil des Tages hat wieder mal bewiesen, dass ich noch ziemlich geduldig, leidens- und leistungsfähig bin. Ich versuch´s mal:

 

 

Wo war ich stehen geblieben? Ach ja, an der Bakalar-Lagune. Nach den Schreiben hatte ich noch ein nettes Beisammensein bei schöner Stimmung des Übergangs vom Sonnenuntergang bis in die Dunkelheit am See unterm Palmendach mit mexikanischem Vater und Sohn. Vater Pianist (82) und Sohn Ingenieur. Über mein Handy und Spotify lieferte ich die Musik der deutschen Komponisten und verstärke die wunderbare stille Abendstimmung am Wasser. Und unterhielten wir uns (bei Mezcal und Tiquila mit Coca Cola) über Musik, reisen und die Weltpolitik – mit meinem fürchterlichen Spanisch-Kauderwelsch. Die Mexikaner sind wirklich tolle und sehr freundliche Menschen.  Nächsten Morgen bekam ich noch ´n Fläschchen Mezcal auf den Weg.

 


 

Belize - nur eine kurze Episode auf meiner Reise

 

Wie ich eben bei Google gelesen habe: „Belize ist das ehemalige Britisch-Honduras in Zentralamerika, ist ein karibisch geprägtes Naturparadies mit Englisch als Amtssprache. Es ist bekannt für das zweitgrößte Barriereriff der Welt, das berühmte Great Blue Hole, Maya-Ruinen, dichten Dschungel und eine entspanne Atmosphäre („Go Slow“). Es ist ein Top-Reiseziel für Ökotourismus, Taucher und Abenteurer“

 

Auch wenn ich das vorher gelesen hätte – ich hätte trotzdem den kürzesten Weg hindurch genommen. Die schöne Küste liegt weiter südlich, von wo ich hätte wieder zurückfahren müssen durch das flache, eintönige Buschland und außerdem meide ich gerne mal die teuren touristischen Brennpunkte. 

 

So übernachtete ich nur zweimal. Von Orange Wald Town wollte ich zu den 50 km entfernten Maya-Ruinen Lamanai. Vor den 15 letzten unbefestigten 15 km streikte ich aus Rücksicht auf meine zarte BETA und fuhr zurück durch das flache, karge, landwirtschaftliche Gebiet mit ein paar ärmlichen unschönen Dörfern. Und bei beiden Grenzübertritten hatte ich keinen Spaß an dem „entspannten Go Slow“ der meist unfreundlichen, arroganten Schwarzen, verwöhnt, wie ich bin aus Mexiko.

 

Vor allem Zuckerrohr-Anbau ...

 

... und Rindviecher.                                                                                                      Darüber ein wundervoller Schönwetterwolken-Himmel

 

Heute: Häuser am Sttaßenrand, Nach zwei kräftigen kurzen Schauern, zog ich mir endlich mein Regenzeug an. Umsonst - kein Regen mehr!

 

Kurz vor der Grenze dann gab es doch noch was Schönes. Mit einer kleinen handbetriebenen Fähre über einen Fluss, zwei Kilometer durch den Wald bergauf zu den Tempelanlagen Xunantunich (Maya, Blütezeit 600-900 n.Chr.). Das besonders Schöne war, dass nur eine Handvoll Leute dort war. In so einer Stille ist es etwas besonders Besonderes an so einem Ort alter Kulturen sein zu können. Auf den 40 m hohen Stempel bin ich über Stufen, die nicht dem deutschen Trittmaße entsprechen,  raufgeklettert und konnte die schöne Aussicht genießen.

 

 

Schon, als ich über die Grenze und in Guatemala ankam, war die Atmosphäre eine andere, lebendigere und buntere. Das billligste Hotel bei den gängigen Hotel-Suchmaschinen im Ort: 56 €. Da half das Ansprechen von Leuten mit der Frage: „Hay una habitacion economico cerca?“. Nun, jetzt geht’s auch für zwölf. (Ich bin ja allerhand gewohnt).

 

 

 

Raxruha der 15.03.2026

 

Alarm!

 

Meine Tastatur scheint nun endgültig den Geist aufzugeben. Viele Buchstaben funktionieren nicht mehr. Sonst hat sich dieses Problem nach einiger Zeit voller Geduld immer wieder gegeben aber nun wohl nicht mehr. Da kann ich mit meinem Berichten vorerst nur ein Notprogramm fahren. Vielleicht fällt mir ja demnächst noch was ein. Wenigstens ein paar „bunte Bilder“ kann ich einstellen.

 

Das drohte mir unterwegs. Kam dann aber über Stunden im sicheren Hotel runter. Schuhmädchen auf Animation von Kunden. 

 

Die Maya-Pyramiden von TIKA, 50 Kilometer von Flores (2 Nächte) entfernt. Tief im riesigen Dschungel, der den gesamten Norden von Guatemala bedeckt. Nationalpark.

 

Heute: Anmarsch auf die Berge im zentralen Guatemala.

 

Vor drei Tagen gab es schon auf der Landstrasse einen Schreck. Unvermittelt Motor aus. Es war das kleinste aller Übel: Wasser im Vergaser. Schnell gefunden und behoben. Heute war der Schreck grösser. Nachdem ich am Strassenrand eine Kokosnuss getrunken hatte, fuhr ich im noch eingelegten Gang los, wollte weiter hochschalten und der Fuss ging ins Leere, Blick nach unten, kein Schalthebel mehr dran. Da spuhlen sich sofort alle Szenarien im Kopf ab. Umgedreht – die Karre fuhr ja noch – und Strassenrand absuchen. Da rief mich eine Frau an – ebenfalls auf Motorrad, und hielt meine Schaltkrücke in die Höhe. Die hatte ich mal aus Teilen, die ich in Sri Lanka aufgetrieben hatte, zu einem „geilen“ Hacke-Spitze-Schalthebel zusammengeschweisst. Sie hatte auch gleich noch die Lösung. Ihr Ijo (ihr Sohn) bringe das wieder in Ordnung, gleich hier im Dorf von der Durchgangsstrasse runter. Tatsächlich. Er betrieb eine Motorradwerkstatt und einen Schweisstrafo hatte er auch, legte sofort los. Das verbliebene Teil runter von der Welle, saubere Schweissnaht, anbauen, fertig. Die beiden auf dem Foto machten mir einen Reiseplan durch die Bergwelt. Ab übermorgen soll es aber ein paar Tage regnen …

 

 

 

Lanquin, der 17.03.2026

 

Mein kleines ASUS-notebook, das mich bisher seit meiner großen Indienreise immer begleitet hat, verweigerte mir zunehmend die Treue und nun kriegen sich einige Tastaturanschläge dauerhaft nicht mehr ein. Ohne Punk, Komma V und J und wer weiß, was noch, ist schlecht schreiben. Zum Glück kann ich die Tastatur abnehmen und das Ding als Tablett mit der on-screen-Tastaturgeht als Notlösung benutzen, was eine Katastrophe bleibt. So kann man nicht schreiben – also werden die Texte erheblich knapper ausfallen. Gestern habe ich versucht, eine Blutooth-Tastatur zu beschaffen aber man konnte mir eine große für PC anbieten. Also erstmal mit zwei Fingern und ohne wichtige Funktionen und vor allem ohne Maus weiter …

  

Der junge Bursche hat meinen schwergängigen Gas-Drehgriff wieder leichtgängig gemacht und die Gasbaudenzüge mit Leichtöl durchgespühlt, bevor ich in die Berge reinfuhr. Der Chef wollte mir nichts abnehmen aber beim Jungen hab ich mich gern bedankt      

 

Also, ich habe jetzt anderthalb Stunden für das bisschen gebraucht und gebe es auf. Nicht nur die Tastatur ist krank, immer wieder habe ich mit neuer Scheiße zu kämpfen. So kann ich nicht schreiben. Wenn ich meine großartigen Eindrücke unter solcher Quälerei schildern kann, dann gebe ich erstmal auf. Noch ein paar nackte Bilder und Schluss erstmal. Ich will morgen wieder durch diese traumhafte tropische Bergwelt Motorrad fahren und rechne mit Kirschgroßen Regentropfen der Schauer, die seit gestern und in den nächsten Tagen öfter niedergehen und da muss ich ausgeschlafen sein und will und will mein Reisen genießen.

 

 

Lanquin ist ein abgeschiedenes, noch sehr ursprüngliches Dorf im gebirgigen Urwald, traumhaft gelegen. Die Frauen und Mädchen in ihren wunderschönen faltigen weiten Röcken runden das Bild ab. 60 Kilometer entfernt von der Provinzhauptstadt Coban. Nach zwei Übernachtungen Im Paradies gings dann durch die Berge wieder über Coban weiter auf meiner Tour.

 

 

Weil ich meine BETA nicht mehr (und mich auch nicht, ganz nebenbei) schinden will,

 

habe ich mich von einem TukTuk nach Semuc Chanmpey fahren lassen, um zu baden im Rio Kahaon. Er bildet in dem Kalksteinsteingebirge Travertinbecken mit ruhigem Wasser zum Baden (wie die Plltvitzer Seen in Kroatien). Darüber gröhlten die Brüllaffen.

 

 

 

 

Los Encruentos, am 19.3.2026 (Höhe 2550m)

 

Zwei Dinge konnte ich bei der zweimaligen Durchreise durch Lanquin erledigen. Auf dringende Empfehlung der beiden Männer, die mir so schöne Empfehlungen für meine Weiterreisen haben, kaufte ich mir in einer „grünen“ Apotheke drei Fertigspritzen mit Neurobion. Was auch immer das ist – es würde mir ganz sicher meinen Halswirbelprobleme helfen. Der Apotheker gab mir die erste und die zweite bei der erneuten Durchreise und für die dritte muss ich morgen noch jemand finden.  

 

Auszahlung von sozialer Unterstützung (Mutmaßung)   noch Fotos aus dem Dorf     

 

Und die zweite Sache? Ich habe dort eine kleine (natürlich chinesische) Tastatur aufgestöbert. Die Buchstaben sind alle an „ihrem Platz“ aber die Umlaute und des „ß“ gibt´s nicht. Und all die Funktionen um die Buchstaben drum rum, sind alle woanders. Jetzt arbeite ich, wie ein Organist und spiele auf zwei hintereinander liegenden „Manualen“. Auch, wenn die kleine Fehler produziert, die hinterher immer mühselig korrigiert werden müssen, so kann ich doch weitermachen, indem ich mir, alles, was ich oben erwähnt habe, „von oben hole“.   

                                                                         

 

Gestern und heute, das waren zwei wunderbare „Fahrtage“ aber auch Schwerstarbeit. Wunderbar ist ja klar – das drücken ja die Schnappschüsse auch ein bisschen aus. Ich weiß nicht, wie viele Berge ich überquert und über wie viele Flüsse (oft trocken) ich an den Talsohlen getuckert bin. Alles zwischen 1.000 bis 2.500 Metern. Nur Kurven und meistens gute bis sehr gute Straßen.

 

Die Kathedrale der Provinzhauptstadt Quiche                                           Ein lustiger Mann, Feuerwerker, fährt mit seinem Feuerwerk zu einer Feier

Die unaufhörlichen Schaltvorgänge (stramme Kupplung) auch noch zusätzlich an den „Schikanen“, die im Nacken ankommen, der oft starke Verkehr, die Ortsdurchfahrten durch verstopfte enge Gassen u.a. meine ich mit „harte Arbeit“. Mein Ziel habe ich heute nicht erreicht. Regen. Die neue Tastatur spinnt auch total. Die Freude war kurz.  S c h l u s s  ! 

 

 

 

 

 

San Juan La Laguna (am Lago de Atitlan),

der 20.03.2026

 

 

Es war kalt gestern da oben an der Kreuzung, an der ich – zum zweiten Mal - auf die Lateinamericana stieß, die von Alaska bis nach Feuerland durch den Westen des amerikanischen Kontinents verläuft. In Mexiko fuhr ich ein Stückchen auf ihr. Da war sie eine unbedeutende kleine Provinzstraße. Hier eine nagelneue vierspurige Fahrbahn, die sich in langen Kurven auf 2.500 Metern Höhe durch die Berge schlängelt.

 

 

 

San Juan La Laguna (am Lago de Atitlan), der 20.03.2026

 

 

Es war kalt gestern da oben an der Kreuzung, an der ich – zum zweiten Mal - auf die Lateinamericana stieß, die von Alaska bis nach Feuerland durch den Westen des amerikanischen Kontinents verläuft. In Mexiko fuhr ich ein Stückchen auf ihr. Da war sie eine unbedeutende kleine Provinzstraße. Hier eine nagelneue vierspurige Fahrbahn, die sich in langen Kurven auf 2.500 Metern Höhe durch die Berge schlängelt.

 

Hier wurde gestern mein Abendbrot zubereitet gestern bei Regen                                             Ein Stückchen auf der Panamerika Richtung Norden 

 

   Nach unzähligen engen und steilen Serpentinen 1.200 Höhenmetern abwärts, war das mein erster Blick auf den See, zum Glück bei guter Sicht

 

Er gilt als eines der schönsten Reiseziele in Guatemala – der Lago de Atitlan.  Ein riesiger See, der sich vor 85.000 Jahren im Krater eines Vulkans gebildet hat. Er ist umgeben von drei Vulkankegeln und Dörfern, mit 350 Metern der tiefste See Mittelamerikas und liegt auf 1.500 Metern. Berühmt für seine Maya-Kultur; seine Landschaften und seine mystische Atmosphäre. (frei nach Google)

 

Natürlich zieht es auch viele Touristen hierher. Die schnellen Boote sind vor allem Nahverkehrsmittel zwischen den Dörfern

 

Morgen fahre ich durch die Berge südlich um den See herum. Da muss ich früh raus, weil es ab frühem Nachmittag schon wieder regnen soll, so wie jetzt gerade. Mal sehen, wie weit ich komme. Ich habe sehr gutes leichtes, elastisches und dichtes Regenzeug und dazu Gamaschen über die Schuhe von Temu. Ist aber immer ein Aktion, mit meinen steifen Knochen.  

                                                                          

 

 

Ciudad Vieja, am 21.03.2026

 

Wegen des angekündigten Regens saß ich um 9:00 gefrühstückt im Sattel und hatte eine tolle Fahrt um den halben See herum. Durch die Berge und Wälder mit seltenem Blick auf den See. Da die Straße aber durch die Vulkanlandschaft der drei Vulkane hindurch ging, wurde ich voll entschädigt durch steile Berge, an tiefen Schluchten entlang, durch sattes Grün. Sehr gute kurvige Straße, kaum Verkehr

 

Die fette nährstoffreiche und gesunde Erde ...                                                ... wird mühselig mit der Hacke bearbeitet

 

Wenn ich an solche Stellen gelange, dann steigt mein Puls immer an wegen Schiss in der Hose mit meiner schweren Karre. Erst mal absteigen und die Fahrzeuge beobachten, die gelegentlich durchfuhren und sehen, wo in welchen Spuren es am wenigsten gestuckert hat. „Held“ war früher mal.

 

Kaffee und Bananen

 

Letzte Blicke auf den See - einmal ohne und einmal mit Beta

 

Später wieder 15 Kilometer auf der Panamericana und dann weiter auf Landstraßen. Zunehmende Besiedelung und Verkehr. Guatemala City rückt näher. Enge verstopfte Ortsdurchfahrten. Warteschlangen an den Schikanen, Stopp und Go, permanentes Kuppeln belastet mein Genick. Raus aus den Bergen Richtung Küste. 

 

Antigua de Guatemala, der 24.03.2026

 

 

Und dann hat mein Genick mir gezeigt, wo die Grenzen sind. Diese Nacht, nachdem ich den PC zugeklappt habe, werde ich sobald nicht vergessen! Vor Schmerzen genau in diesem Genick – kein Schlaf. Bei jeder minimalen Körperbewegung musste ich unter Wimmern mit beiden Händen den Kopf mitnehmen. Erlösung gab es am nächsten Morgen durch eine freundliche Familie aus Guatemala City, die ein starkes Schmerzmittel und auch noch was zum Einreiben parat hatten. „Steifen Nacken“ nennt man sowas wohl. Zum Glück ist es nicht mein „wirkliches“ Problem, die Nackenwirbel (siehe Afrika vor einem Jahr). Später deckte ich mich in einer Apotheke damit ein und dröhne mich zu und mache fleißig Übungen. Also nun ist es wohl Zeit für eine Zwangspause und auch mein Glück in einem sehr schönen Hotel (im Rahmen mies selbst definierten Budgets mit sehr freundlichem und hilfsbereitem Team untergekommen zu sein. Die Familie nahm mich mit zu einer der landesweit berühmten Prozessionen, hier in der alten Landeshauptstadt, die bis Ostern noch ein paarmal stattfinden. Am Ende der Karwoche sollen eine Million Menschen aus ganz Guatemala in der Stadt sein. Durch die vielen Menschen war nicht viel zu sehen und ich verzog mich.                          

 

 

 

Antigua de Guatemala, der 24.03.2026

 

 

Und dann hat mein Genick mir gezeigt, wo die Grenzen sind. Diese Nacht, nachdem ich den PC zugeklappt habe, werde ich sobald nicht vergessen! Vor Schmerzen genau in diesem Genick – kein Schlaf. Bei jeder minimalen Körperbewegung musste ich unter Wimmern mit beiden Händen den Kopf mitnehmen. Erlösung gab es am nächsten Morgen durch eine freundliche Familie aus Guatemala City, die ein starkes Schmerzmittel und auch noch was zum Einreiben parat hatten. „Steifen Nacken“ nennt man sowas wohl.

 

 

Zum Glück ist es nicht mein „wirkliches“ Problem, die Nackenwirbel (siehe Afrika vor einem Jahr). Später deckte ich mich in einer Apotheke damit ein und dröhne mich zu und mache fleißig Übungen. Also nun ist es wohl Zeit für eine Zwangspause und auch mein Glück in einem sehr schönen Hotel (im Rahmen meines selbst definierten Budgets mit sehr freundlichem und hilfsbereitem Team untergekommen zu sein. Die Familie nahm mich mit zu einer der landesweit berühmten Prozessionen, hier in der alten Landeshauptstadt, die bis Ostern noch ein paarmal stattfinden. Am Ende der Karwoche sollen eine Million Menschen aus ganz Guatemala in der Stadt sein. Durch die vielen Menschen war nicht viel zu sehen und ich verzog mich. 

                        


                        Vielen Dank für Eure freundliche Hilfe und die Einladung in Eurem Haus in Guatemala - so ich möchte - mich auskurieren zu dürfen

 

Für heute fühlte ich mich „fit“ genug für den Aufstieg zum Vulkan Pacaya. Organisierte Tour, wurde abgeholt 05:30 Uhr, anderthalb Stunde Anreise, aufsitzen, einige hundert Höhenmeter bis zum Lavafeld auf 2.300m unterhalb des Gipfels auf dem Pferderücken, weil ich mir die Kondition nicht zutraute, was die cleveren trittfesten Pferde der Berge zu bewältigen fähig sind. Risiko: Therapie oder Desaster für mich?

Der Weg hinauf reitend                                      Angekommen beim Lavafeld von 2020 mit Blick auf den Pacaya, der etwa alle 4-6 Jahre aktiv wird. 

 

Die großen Drei. Der linke, der Fuego, hustet in kurzen Abständen Rauch aus und auch immer wieder Lava, die nachts zu sehen ist, wenn man näher dran ist. Dieser Anblick von dort oben war eine wunderschöne „Dreingabe“ zu diesem Aufstieg. Es war ein nicht alltägliches Erlebnis und wunderbar.

 

 

Abstieg zu Fuß mit weitem Blick

Mit den beiden saß ich hin und zurück im Auto. Manuel & Terry aus USA. Beide waren bei der US Navy als Nachrichtenoffizier (also Kollegin von mir – nur dass sie Morsetelegrafie natürlich nur vom Hörensagen kannte. Sie fliegt inzwischen zivil als Flugbegleiterin und Manuel, in Venezuela geboren, war Sonar-Spezialist, acht Jahre auf Atom-U-Booten und einige Jahre auf Zerstörern, ist jetzt in Pension und arbeitet weiterhin privat für die US-Marine. Was allerdings ein US-Mariner auch noch in Wiesbaden, Tadschikistan und Kirgisistan zu tun hat – weiß nur der Kuckuck.

Mit was für Lebensgeschichten man so zusammenkommt auf Reisen !

 

Morgen will ich mir die ehemalige Hauptstadt anschauen und mich mit einem jungen netten Pärchen treffen mit dem ich die vier Kilometer zusammen runter gelaufen bin und die den Opa ab und zu gestützt haben. Ich wollte Chocolate, die Stute schonen aber dann saß der Besitzer drauf.                                                             

Ich staune über meine Geduld mit diesem Dreck an Schreibtechnik. Wenn ich all die Ereignisse und die notwendigen Korrekturen aufschreiben sollte - ich brauchte eine A4-Seite und 3 Stunden, sie zu füllen. Wieder im Reisemodus, weiß ich nicht, wie ich das durchhalten soll. Das ist mehr Gift für meine Halswirbel, als auf der Karre zu sitzen. Musste ich mal loswerden !

 

Am nächsten Tag  

 

Zwei Dinge sind neu seit heute ich habe nach der Suche in drei Läden die einzige kleine Tastatur gekauft und das scheint die beste, die ich jemals hatte, weiß ich seit den ersten sauberen und gut fühlbaren Anschlägen. Wird das eine Freude, weiter zu schreiben! Bis gerade eben dachte ich noch: das wird auch meine Neue für zu Hause aber dann musste ich nach oben auf meine alte greifen, um ein „ä“ zu produzieren und da war zumindest diese kleine Freude wieder vorbei. Und das zweite: ich habe einen neuen windschnittigen Haar- und Bartschnitt. Freue ich mich auch drüber – auch wenn die barberieres immer meinen, sie müssten die von mir täglich ausrasierten Konturen an neue Stellen verlegen.

 

 

Heute bin ich, nachdem ich mich langsam wieder fühle, über das bucklige Pflaster der alten Hauptstadt Guatemalas gestrolcht. Meine Verabredung mit dem Pärchen Julian (Kolumbianer, der in Westdeutschland lebt) und Fabiänne (aus Holland), die sich eine Auszeit genommen hat. Was mir bei solchen Begegnungen manchmal auffällt: Wir sind mit unseren Ost+West-Lebensgeschichten und die Neugier erregen, gar nicht so schlecht dran, zumal mein Leben alles andere, als langweilig war. Wir saßen in einem ruhigen parkartigen Biergarten und ich habe ihm – obwohl ich keinen Hunger hatte, zwei Stückchen sehr guter Pizza weggefressen. Hab´ wieder vergessen, ein Foto zu machen!

 

 

Kunstmuseum, das vor allem die „modernen“ Malststile des letzten Jahrhunderts  hiesiger Künstler zeigt in einem großen monumentalen kolonialen Bau. Sehr schön.

 

Letzter Versuch und zwei Kilometer wetzen (der einzige TukTuk-Fahrer wollte 9 $US haben, „als wäre ich ein Tourist“) zu einem neuen Einkaufszentrum und eben diesen Erfolg hatte. Rein in den vollen Klapper-Bus zu meinem Stadtrand. In der Mitte der „Beifahrer“, der immer in der offenen Tür hängt, raus- und reinspringt und dabei das Ziel ausruft, wenn er sich nicht gerade mit dem Geldbündel zwischen den Fingern durch den Bus quetscht, um zu kasieren.

 

Ich bin noch nicht ganz auskurriert – das muss ich mit Lockerungsübungen auf der Beta dann zu Ende bringen – weiter Richtung Pazific auf die Grenze von San Salvador zu. Mal sehen wie weit. Mein Hotel war sehr schön (ruhig), schönes großes Zimmer und vor allem sehr liebes Personal.

 

Das weiß Chat GPT über Guatemala:

 

🏺 Frühzeit – Hochkultur der Maya

Ab ca. 2000 v. Chr. Besiedlung durch die Maya

Blütezeit etwa 250–900 n. Chr. (klassische Periode)

Bedeutende Städte: Tikal, El Mirador

Hochentwickelte Mathematik, Astronomie und Schrift

👉 Um 900 n. Chr. zerfallen viele Städte – Gründe bis heute nicht ganz geklärt.

 

️ Spanische Eroberung (16. Jahrhundert)

1524: Eroberung durch Pedro de Alvarado im Auftrag von Hernán Cortés

Integration in das Vizekönigreich Neuspanien

Zwangsarbeit, Missionierung und massive Verluste der indigenen Bevölkerung

 

Kolonialzeit (ca. 1524–1821)

Hauptstadt lange in Antigua Guatemala

Wirtschaft basiert auf Landwirtschaft und Ausbeutung indigener Arbeitskräfte

Starke soziale Ungleichheit entsteht (bis heute spürbar)

 

Unabhängigkeit und frühe Republik

1821: Unabhängigkeit von Spanien

Kurzzeitig Teil des mexikanischen Kaiserreichs

Danach Mitglied der Zentralamerikanischen Föderation

1839: Guatemala wird endgültig eigenständig

 

Instabilität und Diktaturen (19.–20. Jh.)

Viele Militärregierungen und Machtkämpfe

Große Landkonzentration bei wenigen Eliten

Einfluss ausländischer Firmen wie der United Fruit Company

 

🔥 Bürgerkrieg (1960–1996)

Einer der längsten und brutalsten Konflikte Lateinamerikas

Militär vs. Guerilla

Über 200.000 Tote, viele davon indigene Maya

👉 Besonders gewaltsame Phase in den 1980ern unter Efraín Ríos Montt

 

🕊️ Friedensabkommen und Gegenwart

1996: Friedensvertrag beendet den Bürgerkrieg

Demokratisierung, aber:

Korruption

Armut

Ungleichheit

👉 Heute:

politisch stabiler, aber weiterhin große soziale Herausforderungen

reiche Kultur mit starkem Maya-Erbe

Wenn du magst, kann ich dir auch sagen:

welche historischen Orte sich heute besonders lohnen zu besuchen 👍

 

Ende Guatemala